Pflege

Stammhöhen:

Bis der Stamm die volle Höhe erreicht hat, alle Seitentriebe sukzessive entfernen. Bei Pflanzungen mit terminal tragenden Sorten ohne Holznutzung 180 – 220 cm, damit später die Nüsse mit der Maschine rationell aufgelesen werden können und damit die Kronen für Behandlungen (Fruchtfliege, Pilz- und Bakterienkrankheiten) nicht zu weit oben sind.

In Intensivanlagen mit lateral tragenden Sorten 150 - 180 cm.

Bei beabsichtigter späteren Stammholznutzung bei Solitär- und Hofbäumen mindestens 3 m (je länger der Stamm, desto wertvoller der künftige Säge- oder Furnierstamm.

Baumschnitt:

Nussbäume nur schneiden, wenn die Bäume nicht bluten (an Schnittstellen tritt Saft aus.) Dies ist der Fall während der Vegetation und während den ersten Januar- und Februartagen. (Mondeinfluss?!) Das Bluten beginnt Ende November und endet nach dem Austrieb. Nussbäume brauchen keinen jährlichen Schnitt, aber für gute Fruchtproduktion eine gelegentliche Auslichtung der Krone (ca. alle 3 - 5 Jahre). Die Dichte der Krone ist aber stark sortenabhängig. Nur moderate Eingriffe machen, denn ein vitaler Nussbaum reagiert auf radikales Zurückschneiden erst recht mit kräftigen Wasserschossen. Optimaler Schnittzeitpunkt bei Fruchtbäumen: für beste Wundverheilung Erste Januar- oder Februartage oder gleich nach dem Austrieb (Ende April – Anfang Mai) -, spätester Schnitt zwischen Ernte und Laubfall, dann aber Wundverheilung erst ab Folgejahr.

Wertästung bei Waldnussbäumen:

Die Krone soll halbe Baumhöhe aufweisen. Starke Seitenäste auch im Kronenbereich bei maximal 5 cm Durchmesser herausschneiden. Optimaler Zeitpunkt: 2. Junihälfte, bei abnehmendem Mond. Dann wachsen weniger Wasserschosse nach.

Kronenformung für Fruchtbäume:

Neben dem Mitteltrieb 3 - 4 Leitäste anziehen. Nussbäume haben in jeder Blattachsel 3 Knospen – eine grosse gut sichtbar, darunter eine kleinere, auch sichtbar, nochmals darunter ein drittes schlafendes Auge. Für Leitäste die 1. Knospe herausbrechen und Triebe aus der 2. ev. der 3. Knospe wachsen lassen, denn diese sind rundum mit dem Stamm besser verwachsen, als solche aus der 1. Knospe. Die Kronen werden dadurch bruchsicherer bei Sturmeinwirkungen.